Aktuelles
Misshandelt und verschleppt: Die Reichspogromnacht und die Opfer in der Sektion
Auch jüdische Mitglieder der Frankfurter Alpenvereins-Sektion wurden 1938 zu Opfern der Novemberpogrome. In der damaligen Sektion, zu dem Zeitpunkt bereits gleichgeschaltet und auf NS-Linie eingeschwenkt, hat der mehrtägige Gewaltausbruch in der Stadt kein direktes Echo gefunden, soweit wir rekonstruieren können. Zugleich können wir nicht ausschließen, dass NS-treue Mitglieder an den schweren Ausschreitungen, Brandlegungen und Misshandlungen von Juden beteiligt waren.
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Stolpersteine erinnern an Martha und Hugo Bauer sowie an ihre Kinder
Im Frankfurter Kettenhofweg 70, wo früher das Haus der Familie Bauer stand, erinnern seit wenigen Tagen Stolpersteine an die fünf vor der NS-Verfolgung geflohenen Menschen: die Zahnärztin Martha Bauer, ihr Mann, der Chemiker Hugo Bauer, die beide seinerzeit Mitglieder in der Frankfurter Alpenvereins-Sektion waren, sowie an ihre Kinder Hildegard, Hans Jakob und Doris. Armin Prass von unserem Spurensuche-Team hat an der Zeremonie am 29. Oktober teilgenommen, wir haben den Enkel Jon Bauer getroffen und können nun viele neue Informationen und Fotos präsentieren.
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Weitere Biografien online gestellt
Schritt für Schritt stellen wir weitere Biografien online oder ergänzen bestehende Einträge. Zum Beispiel kann erstmals etwas über unser früheres jüdisches Mitglied Else Bermann (1897-1937) nachgelesen werden. Daneben ist dank der Hilfe von Enkelinnen von Otto Aschaffenburg (1878-1942), die in den USA leben, eine Bilderstrecke zu ihm und seiner Familie erstellt worden. Die Biografie von Paul Spiro (1892-1975) konnten wir dank einer Enkelin in der Schweiz um einen O-Ton und eine kurze Bilderstrecke erweitern.
Ausgeschlossen - neue Broschüre zur Donauland-Affäre im Alpenverein
Vor 100 Jahren, im Dezember 1924 schloss der Deutsche und Österreichische Alpenverein (DuÖAV) die Sektion Donauland aus, in der sich vor allem jüdische Bergsportler und Bergsportlerinnen zusammengeschlossen hatten. Es war der traurige Höhepunkt einer jahrelangen Entwicklung, in der die antisemitische Agitation im Alpenverein immer aggressiver geworden war. Anlässlich des Gedenkjahrs blättert eine neue Broschüre des DAV nun auf, was damals geschah.
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"Frankfurt liest ein Buch" stellt von den Nazis ermordetes Sektionsmitglied Nini Hess vor
Das Buch "Zebras im Schnee" von Florian Wacker steht diesmal im Zentrum des zweiwöchigen Lesefestes "Frankfurt liest ein Buch" ab Ende April. In dem Roman, der teils auf realen Ereignissen gründet, geht es um das Frankfurt der 1920er Jahre. Unter den zahlreichen Veranstaltungen des Festes erinnern zwei, am 1. und am 4. Mai, an ein früheres Sektionsmitglied, das von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde: Nini Hess, eine damals sehr renommierte, aber heute kaum mehr bekannte Fotografin.